Nicht jeder Feuerwehreinsatz hat mit Flammen zu tun. Ein großer Teil unserer Arbeit entfällt auf die sogenannte Technische Hilfeleistung (TH). Dabei geht es um ganz unterschiedliche Einsatzsituationen, bei denen Menschen, Tiere oder Sachwerte aus Notlagen befreit werden müssen – schnell, sicher und zuverlässig.
Als Freiwillige Feuerwehr kommen wir bei vielen dieser Lagen zum Einsatz, oft als Unterstützung der Berufsfeuerwehr oder bei parallelen Einsätzen im Stadtgebiet.
Was zählt zur technischen Hilfeleistung?
Das Spektrum ist breit gefächert. Typische Einsätze sind z. B.:
– Verkehrsunfälle mit eingeklemmten Personen
– Unwetterlagen (Sturm, Starkregen, Hochwasser)
– umgestürzte Bäume, lose Bauteile, Sicherungsmaßnahmen
– Notfalltüröffnungen für Rettungsdienst oder Polizei
– Tierrettungen
– Ölspuren und auslaufende Betriebsstoffe
Wie läuft ein TH-Einsatz ab?
Je nach Lage rücken wir mit unserem Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF) und ergänzender Ausrüstung aus. Vor Ort wird die Lage erkundet und gemeinsam mit Polizei, Rettungsdienst oder anderen Behörden abgestimmt. Anschließend setzen wir verschiedenste technische Geräte ein – z. B. hydraulische Rettungsgeräte (Spreizer, Schere), Motorsägen, Tauchpumpen, Beleuchtungssysteme oder Sicherungstechnik.
Was ist bei diesen Einsätzen besonders?
Technische Hilfeleistung ist oft unvorhersehbar – jede Einsatzstelle stellt andere Anforderungen an Team, Technik und Taktik. Deshalb ist regelmäßige Aus- und Fortbildung besonders wichtig. Unsere Einsatzkräfte trainieren regelmäßig mit den Geräten und Szenarien, um im Ernstfall schnell, sicher und effektiv helfen zu können.