Drohnen-Einsätze

Spezialaufgabe: Drohnenpilot

Über die Drohnen-Einheit

Ein Teil der Einsatzabteilung des Löschzugs 13 Erle-Süd hat sich auf eine besondere Aufgabe spezialisiert: den professionellen Einsatz von Drohnen im Feuerwehrdienst. Unsere Drohneneinheit besteht aus speziell ausgebildeten Feuerwehrangehörigen, die sich durch zusätzliche Schulungen und Qualifikationen dafür qualifiziert haben, die beiden Einsatzdrohnen des Löschzugs zu führen.

Diese Kameradinnen und Kameraden verfügen über fundierte Kenntnisse in Luftrecht, Flugpraxis und Einsatzszenarien – sie sind als Drohnenpilotinnen und -piloten mit behördlicher Berechtigung im Einsatz. Ihre Aufgabe ist es, Einsatzleitungen mit aktuellen Luftbildern, Lageübersichten und Wärmebildaufnahmen zu unterstützen. Gerade bei unübersichtlichen Großschadenslagen, Waldbränden oder Personensuchen leisten unsere Drohnen einen wichtigen Beitrag zur schnellen Lagebeurteilung.

Die Drohneneinheit ist organisatorisch in die Sonderaufgabe Information und Kommunikation (IuK) eingebunden und arbeitet dort eng mit den Fernmeldern zusammen. So können Bilddaten, Karten und weitere Informationen effizient an die Einsatzleitung oder den Stab übermittelt und dokumentiert werden.

Unsere Drohnen

Der Löschzug 13 verfügt aktuell über zwei einsatzbereite Drohnen, die unterschiedliche Aufgabenbereiche abdecken.

DJI Matrice 300 RTK

Unsere DJI Matrice 300 RTK ist die Hauptdrohne für Außeneinsätze. Sie wird vor allem zur Erkundung großer oder unübersichtlicher Einsatzstellen eingesetzt. Mit ihrer leistungsstarken Zoomkamera und integrierten Wärmebildtechnik liefert sie aus sicherer Distanz wertvolle Informationen für die Einsatzleitung – etwa bei Bränden, Gefahrguteinsätzen oder Personensuchen. Mit einer Gesamtmasse von bis zu 8 kg ist sie deutlich zu groß für einen Einsatz innerhalb von Gebäuden.

DJI Flip

 Die kompakte DJI FLiP ergänzt unser System als Übungsdrohne und Spezialgerät für Inneneinsätze. Dank ihres Schutzkäfigs kann sie auch in einsturzgefährdete oder verrauchte Gebäude vordringen, ohne selbst Schaden zu nehmen. Darüber hinaus nutzen wir sie regelmäßig für die Schulung unserer Drohnenpiloten unter realistischen Bedingungen.

Beide Drohnen zusammen ermöglichen es uns, auf moderne Weise zur sicheren und effizienten Einsatzbewältigung beizutragen.

Aus- und Fortbildung

Der sichere und effektive Einsatz von Drohnentechnik im Feuerwehrdienst setzt fundiertes Fachwissen voraus. Deshalb legen wir im Löschzug 13 Erle-Süd großen Wert auf eine strukturierte Aus- und Weiterbildung unserer Drohnenpiloten.

Die Ausbildung erfolgt direkt bei uns im Löschzug und wird durch erfahrene Einsatzkräfte mit speziellem Fachwissen im Bereich Information und Kommunikation (IuK) begleitet. Alle unsere Drohnenpiloten verfügen über den gesetzlich vorgeschriebenen EU-Kompetenznachweis A1/A3 und haben zusätzlich das EU-Fernpilotenzeugnis A2 erworben.

Die Schulung für den A2-Schein wurde in enger Kooperation mit dem Deutschen Rettungsrobotik-Zentrum (DRZ) durchgeführt. Dort wurden neben den rechtlichen und flugtechnischen Grundlagen auch praxisnahe Szenarien trainiert, wie sie typischerweise unter realen Einsatzbedingungen auftreten.

Für die Zukunft sind bereits weitere Qualifikationsmaßnahmen geplant, um den Einsatz von Drohnen unter BOS-Bedingungen (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) weiter zu vertiefen. Ziel ist es, unsere Piloten optimal auf die spezifischen Herausforderungen im Feuerwehralltag vorzubereiten – sei es in der Kommunikation mit der Einsatzleitung, im Umgang mit Lagedaten oder beim Flug unter erschwerten Bedingungen.